Geschichte - Feuerwehr Lauerz

Direkt zum Seiteninhalt

Geschichte

Die freiwillige Feuerwehr Lauerz wurde im Jahr 1929 mit dem Leitspruch "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" gegründet. Die älteren Ehrenmitglieder und Einwohner von Lauerz erzählen aber, dass es früher schon einmal eine feuerwehrähnliche Organisation gegeben hat.
Diese sei aber in den Kriegsjahren aufgelöst worden, weil die damalige Handtruckspritzpumpe durch die Armee eingezogen wurde. Der Pumpe erging es damals nicht anders als den Kirchenglocken. Sie wurde eingeschmolzen und daraus wurden neue Kanonen gegossen.

Die Ausrüstung in den Gründungsjahren der freiwilligen Feuerwehr Lauerz war sehr spartanisch und bestand aus einem holzradbereiften Leiterwagen und einer Handtruckspritzpumpe mit Hanfschläuchen aus dem Jahre 1883. Von einer persönlichen Schutzbekleidung war in dieser Zeit noch gar keine Rede. Ein paar Hirthemden oder Metzgerschürzen, Filzhosen und Holzschuhe mussten den Dienst auch erfüllen.

Auch die Alarmierung in dieser Zeit war nicht immer über alle Zweifel erhaben. So gab es damals den Brandmeldeläufer der mit Tommel oder Horn durchs Dorf zog und die Feuersbrunst verkündete und in den späteren Zeit kam noch das Kirchengeläut  dazu. So funktionierte die freiwillige Feuerwehr Lauerz ca. 3 Jahrzehnte, bis endlich wieder etwas passierte. 1954 führte die erste Feuerwehrreise der freiwilligen Feuerwehr Lauerz nach Basel. Die ersten Helme wurden im Jahre 1958 angeschafft, Im 1967 kam ein handgezogener Hydrantenwagen und 1970 eine Motorspritze Typ II des Zivilschutzes hinzu. Das erste eigene Fahrzeug wurde 1977 angeschafft: ein gebrauchter Landrover. Die Handtruckspritzpumpe 1883 und der Leiterwagen sind bis heute erhalten geblieben und werden hin und wieder für einen kulturellen Anlass gebraucht.
In den letzen 40 Jahren hat sich die Entwicklung der freiwilligen Feuerwehr Lauerz massiv schneller der Zeit angepasst, als in den Gründungsjahren. So hat sich die Organisation "freiwillige Feuerwehr Lauerz" in eine moderne "Feuerwehr Lauerz" strukturiert. Heute sind wir top modern mit Brandschutzbekleidung und technisch hochstehendem Feuerwehrmaterial und Fahrzeugen ausgerüstet. Die Fahrzeugflotte besteht aus einem Mitteltanklöschfahrzeug Jg. 2000, einem Allradzugfahrzeug Mercedes-Benz 315 CDI Jg. 2008 für Mannschaftstransportund SEE-Element (Sanitätsersteinsatzelement)  und einem Kobi-Allradzugfahrzeug Mercedes-Benz 319 CDI Jg. 2015 für Mannschaftstransport und integriertem Atemschutz. Zusätzlich benutzen wir das Kommanalfahrzeug Toyota Hilux als Zugfahrzeug. Weiter verfügen wir über Zusatzgerätschaften wie diversen E-Tauchpumpen für die Wasserwehr, ein Rettungsboot, Schlauchverlegeanhänger mit 800 m Transportleitung 75er, MS Vogt/Ziegler UP4 Typ II Jg 2016, Ölwehranhänger, Transportanhänger, Beleuchtungsanhänger, 9 funktional ausgerüstete Module und allerlei Kleingeräte. Auch die Alarmierung ist auf dem neusten Stand, so dass jeder mittels SMT-Telefon oder Pager/Natel alarmierbar ist. Die heutige Feuerwehr ist in zwei Ausbildungszüge, einem SEE-Zug und den KDO-Zug aufgeteilt und umfasst total 50 Mitglieder. Im Rahmen des Schulhausneubaues im Jahr 1997 konnten wir ein neues und zeitgemässes Feuerwehrlokal beziehen. Diese Struktur erlaubt uns eine effiziente Ausbildung der ganzen Organisation an allen Gerätschaften, damit wir für den Einsatz schlagkräftige und motivierte Korps zur Verfügung haben. Auch machen wir an Freizeitanlässen in der Gemeinde und Region mit. Alle zwei bis drei Jahre begeben wir uns auf eine Feuerwehreise und pflegen hierbei unsere Kameradschaft.

Leider sind beim Schulhausbrand anno 1967 sämtliche Unterlagen der freiwilligen Feuerwehr Lauez, im Lokal, im selbigen Gebäude verbrannt, Somit sind bis zu diesem Zeitpunkt keine Archivdaten vorhanden. Beim alten Schulhausbrand am 15. November 1967 (Ausschiesset) drohte durch die Hitze des Brandherdes die Unterfassade der nahestehenden Kirche Feuer zu fangen. Auch der Umstand, dass sich das Lokal der freiwilligen Feuerwehr Lauerz im selben Gebäude war und dass sich das Löschwasserreservoir zur Zeit im Bau befand, erleichterten den Löscheinsatz nicht. In den Darauffolgenden Jahren  ereigneten sich diverse kleine und grössere Stall- und Wohnhausbrände in Lauerz. Auch hin und wieder spielten die winterlichen Umstände im Einsatzgebiet der freiwilligen Feuerwehr Lauerz eine Rolle. Da ein Bach, der für eine Überschwemmung sorgt, dort ein kleiner Erdrutsch und bei der Föhnenwache ereignete sich so das eine oder andere Ereignis.

Doch auch die Einsätze haben sich im Laufe der Zeit den neuen Gegebenheiten angepasst. Als tragisches Einsatzjahr geht wohl 1997 ins
Geschichtsbuch ein. An drei verschieden Einsätzen mussten total 6 Todesopfer verzeichnet werden, drei bei einem Wohnhausbrand und drei bei zwei Verkehrsunfällen. Auch der angrenzende See sorgt immer des öfteren für grosses Aufsehen. Im 1999 und 2005 trat der See ganz mächtig über seine Ufer. Durch anhaltend, massive Regenfälle stieg der Seespiegel jeweils um 195 cm, respektiv 245 cm an und überschwemmte alles was in der Nähe stand. Mittels tausenden von Sandsäcken und anderen Hilfsmitteln versuchte man immer wieder dem Wasser den Meister zu zeigen, abermals vergeblich. Auch mussten Personen und Tiere aus ihren Gebäuden evakuiert und andere medizinisch betreut werden, da die Zufahrt nach Lauerz nicht mehr möglich war. Diese Einsätze dauerten bis zu zehn Tage rund um die Uhr und wären ohne Mithilfe von Nachbarfeuerwehren, Zivilpersonen und anderen Organisationen für eine Ortsfeuerwehr nicht zu bewerkstelligen gewesen.
Die Einsatzvielfalt hat in der letzen Zeit immer weitere Kreise gezogen. So kamen immer wieder neue Unglücks- und Schadensfälle auf uns zu. Hier eine kurze Übersicht: Tierrettung aus Jauchgrube, Fahrzeugbergung, Wespen- und Bienennester, Wohnwagenbrände, Gasexplosion in einer Bäckerei, Wasserrohrbruch in Gebäuden, Wassereinbruch in Gebäuden, Blitzschlag, Waldbrände, Liftrettungen, Medizinische Erstversorgungen von Patienten, Badeunfälle, Verkehrsunfälle,
Die Einsatzvielfalt hat in der letzen Zeit immer weitere Kreise gezogen. So kamen immer wieder neue Unglücks- und Schadensfälle auf uns zu. Hier eine kurze Übersicht: Tierrettung aus Jauchgrube, Fahrzeugbergung, Wespen- und Bienennester, Wohnwagenbrände, Gasexplosion in einer Bäckerei, Wasserrohrbruch in Gebäuden, Wassereinbruch in Gebäuden, Blitzschlag, Waldbrände, Liftrettungen, Medizinische Erstversorgungen von Patienten, Badeunfälle, Verkehrsunfälle, Bombenfunde, Tierbergungen, Evakuationen, First-Resspondereinätze, See- und Eisrettung, etc.

Auch wenn sich die Aufgaben der Feuerwehr in den letzen Jahren massiv verändert haben, hat sicher der Leitspruch aus dem Gründungsjahr bis heute gehalten.


"Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr"



Last Update 15.07.2019
Zurück zum Seiteninhalt